Hypnose

Heilhypnose nach Milton Erickson

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Was ist Hypnose?

Achtsamkeit

Hypnose ist eines der ältesten, wissenschaftlich belegten ganzheitlichen Naturheilverfahren.
Das Gefühl einer Hypnose ist vergleichbar mit jenem, wenn man sich selbst in ein Buch vertieft, auf dem Sofa döst oder in Erinnerungen an den letzten Urlaub versinkt.
Die Funktionen der linken Hirnhälfte, die für kritisches, abstraktes Denken zuständig ist, können in so einem Zustand der Tiefenentspannung etwas zurücktreten. Die emotionale rechte Hirnhälfte, die in Bildern denkt, kann mehr aktiv sein als sonst.
Spüren wir nicht die Wärme der Sonne auf unserer Haut, wenn wir in unseren Erinnerungen am Meer sitzen? Wir verweilen gerne in Tagträumen und positiven Erinnerungen. Wir sind mit unserer ganzen Aufmerksamkeit auf das intensive Musikhören oder der Geschichte im Radio gelenkt oder wir schauen versonnen aus dem Fenster, ohne wirklich hinzusehen.
Diesen Zustand nutzt die Hypnose und kann uns dabei helfen, zu entspannen und loszulassen, mehr als zuvor bei uns selbst zu sein. Eine leichte Trance, ein meditativer Zustand kann bereits bei stets gleicher Bewegung und Atmung beim Spazieren gehen erlebt werden. Bei der Monotonie des langen Autofahrens, beim intensiven Musik hören, oder man kann sich auch in eine Trance tanzen. Sie kann ganz unterschiedlich erlebt werden, vom leichten Tagtraum bis hin zum Einschlafen. Es ist ein natürlicher Zustand, den wir bereits alle kennen, ohne dass wir uns darüber bewusst waren. Und bestimmt hat sie dem einen oder anderen auch schon mal geholfen, sich vor einem Burn-Out zu schützen, gesund zu werden, oder bei der Seelenhygiene.

Was unterscheidet Trance vom Schlaf:

Kommunikation (z.B. mit Fingerzeichen), Beeinflussung und psychische Bearbeitungsprozesse sind möglich.

Eine Hypnose muss nicht immer tief sein. Unsere eigenen Erwartungen können uns auch manchmal daran hindern, einfach so in die Hypnose einzutauchen. Niemals findet ein Kontrollverlust oder Willensbeeinflussung bei der Hypnose statt, wie man es gerüchteweise immer so gehört hat oder aus der Fernsehshow kennt. Selbst die Probanden, die sich in Show- Hypnose haben versetzen lassen, haben selbst entschieden, mitzuspielen. Mit der helfenden Hypnose hat das Vorgehen in der Fernsehshow überhaupt nichts zu tun. Unterbewusst behält das menschliche Schutzbedürfnis bei der Hypnose stets die Oberhand. Dies lässt der  hypnotisierten Person immer das richtige Maß an Kontrolle, wie tief sie in die Hypnose eintauchen möchte. Sie kann selbst entscheiden ob sie die Suggestionen (Vorschläge) des Hypnotiseurs annimmt oder auch nicht. Dennoch ist Vertrauen zum Hypnotiseur sehr wichtig, da der Hypnotisierte einer Suggestion nur so lange widersteht, wie er mit Überzeugung dagegen ist. Wenn man für irgendeine Suggestion nicht offen ist, wird sie eben nicht angenommen und befolgt und das gesagte zieht vorüber wie eine Wolke. Oder man beschließt, ganz aus der Trance zu gehen und einfach wieder aus der Hypnose aufzuwachen. Was wir nicht wollen, tun wir einfach nicht. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass eine hypnotische Trance in Schlaf übergeht. Dann schläft man sich aus und wacht irgendwann wieder auf wie es jeden Tag passiert. Jedoch wird sich jemand, der sich mit diesem Thema beschäftigt, weniger dagegen sperren, als jemand, der es total ablehnt. Generell gilt, Übung vertieft unsere Fähigkeiten.

Wofür ist Hypnose gut?

Jedes gesprochene Wort verknüpfen wir mit Gefühlen und Erfahrungen, die wir irgendwann einmal erlebt haben. Diese Erfahrungen, positive wie negative, sind in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Negative Erlebnisse die für uns zu viel wurden, die wir verdrängt haben, können so weiter ungestört in uns wirken und unser Denken, unsere Handlungen, unsere Erlebnisweise beeinflussen. So können beispielsweise Krankheiten wie Asthma, chronischer Kopfschmerz oder Verspannungen durch ständige innere Anspannung entstehen. In der Hypnose geht man davon aus, dass wir bereits alle Fähigkeiten zur Lösung unserer Probleme in uns tragen, wir wissen es nur manchmal nicht.

Hypnose kann:

  • Hypnose kann helfen, das eigene Ich zu stärken.
  • Bei Selbstheilungsprozessen kann Hypnose unterstützend wirken und Hypnose hilft diese in Gang setzen.
  • Hypnose vermag die eine oder andere Sichtweise zu ändern, sodass z.B. Negatives einen Sinn bekommt.
  • Hypnose soll zu mehr Leichtigkeit im Leben verhelfen.
  • Hypnose eröffnet einem die Möglichkeit des besseren Umgangs mit sich selbst.


Hypnose kann keine Wunderheilung vollbringen, nach dem Motto: Hypnotisiere mich bitte jetzt und nachher bin ich ein völlig anderer Mensch.

Nicht wir werden einfach hypnotisiert, wir lassen uns hypnotisieren, lassen uns darauf ein, dass durch Hypnose etwas in Gang kommen kann, was uns bewegt. Sie lassen sich ja auch nicht religiös machen. Sie nehmen eine Religion an, weil sie es möchten und erst dann kann sie wirken.

Verschiedene Einzel- und Gruppenübungen als Beispiel:

  • Das Aktivieren von Kraftressourcen in Anlehnung an eine Lichtmeditation.
  • Die kraftvolle Fruchtschale für mehr Energie.
  • Eine erholsame Wohlfühlentspannung.

Helfende Hypnose will Selbstbestimmtheit. Sie ist ein Wegweiser, eine Begleitung auf jenem Weg, den man selbst geht.

Beispiele einiger Einsatzgebiete der Hypnose sind:

  • Psychosomatische Beschwerden oder somatopsychische Beschwerden.
  • Chronische Schmerzen.
  • Schwächegefühl nach der Chemotherapie.
  • Stärkung der Immunabwehr.
  • Suchtentwöhnung. 
  • Ängste und Phobien.
  • Traumahilfe.
  • Stärkung der Selbstsicherheit.
  • Neurolinguistisches Programmieren. (Was ist NLP?)

Wird man nach einer Hypnose sehr müde, ist das nicht als beunruhigendes Zeichen zu werten. Der Hypnotisierte hat oft einen langen, anstrengenden Weg zurückgelegt, auf welchem er ganz bei sich war.

Selbst- Hypnose ist das selbständige Herbeiführen eines veränderten Bewusstseinszustandes, einer Tiefenentspannung, einer intensiveren Wahrnehmung von sich selbst durch erlernte Techniken.

Übungsbeispiele zur sanften Selbst- Hypnose, die jederzeit und schnell angewandt werden können:

  • Aktivieren kraftgebender Bilder.
  • Aktivierung eines Schutzmantels .
  • Sonnenlichtübung, die Kraft und Wärme gezielt verteilt.

Positive und negative Suggestion finden wir überall im Leben. Sie beeinflusst uns unterbewusst in unserer gesamten Ausstrahlung, Körperhaltung, Energie und unserem Leistungsvermögen.

Negativ-Beispiele: 

Werbung teilt uns beispielsweise mit was uns krank macht - schürt oft übertriebene Angst.
Wir nehmen dies auf, glauben daran, es kann in uns wirken – bewusst oder unbewusst.“
Du siehst heute aber schlecht aus.“ - Sorge und Mitleid anderer verstärken unsere Befürchtung
Mädchen bekommen oft Schwäche suggeriert.

Entgegen dessen helfen uns Märchen, wie das von Pippi Langstrumpf, Stärke und Mut in uns zu entdecken, „weil man alles kann, wenn man nur will!“

Andere Positiv-Beispiele:

„Den Job bekomme ich!“ - selbstbewusste Ausstrahlung
„Diese Prüfung bestehe ich mit Links!“ - weniger Angst - bessere Leistung
„Heute sehe ich besonders gut aus! So kann ich rausgehen!“ - beschwingter, aufrechter Gang
„Ich stecke nicht den Kopf in den Sand, komme was wolle!“ - Mut, wir trauen uns was, stehen zu einer Sache, zu uns selbst
„Ich ziehe durch, was ich mir vorgenommen habe, auch wenn alle sagen, das wird viel Kraft kosten.“ - Durchhaltevermögen
Ich traue mich das, weil ich weiß, ich bin geschützt von Gott und sein Licht schenkt mir Kraft.
(Wenn ich mich nicht darauf einlassen möchte, hilft es nicht.)

Gespräche sehe ich als Grundvoraussetzung für die Hypnose, um das gegenseitige Vertrauen und ein Gefühl von Geborgenheit aufzubauen. Im gemeinsamen Gespräch werden wir die „Schuhe“ finden, in denen sie am besten laufen können.

Nicht wir werden durch die Hypnose verändert, wir sind es selbst, die Veränderungen bewirken.

 

Katharina Bloom
Heilpraktikerin für Psychotherapie