Achtsamkeit

Übung der Achtsamkeit

 

Achtsamkeit
- Mit den Sinnen Ruhe finden: Angespannte und entspannte Körperregionen besser wahrnehmen und Anspannung loslassen.
- Gefühle annehmen: Gedanken dürfen sein, dürfen kommen und gehen, selbst Trauer und Schwere.
- Hier und jetzt: Was tut mir jetzt wirklich gut?

 

Um der Entspannung Willen versuchen wir Gedanken und Gefühle krampfhaft bei Seite zu schieben, ohne Erfolg –
wir erreichen nur, dass unser Kopf noch ruheloser um dieselben Gedanken kreist. Das ist jedoch nicht der Sinn der Achtsamkeit. Es geht vielmehr darum, sie anzunehmen, kommen und gehen zu lassen so wie sie gerade sind.

Das Wort Achtsamkeit, im englischen Mindfullness, sagt schon aus, dass man nichts zwanghaft auszublenden braucht. Achtsamkeit bedeutet mit sich und seiner Umwelt liebevoll und frei von Zwang umzugehen, anzunehmen was kommt und loszulassen was geht.

 

Körperbezogen Achtsamkeit üben

Ebenso wie bei der progressiven Muskelentspannung können solche Übungen der Achtsamkeit sehr körperbezogen sein.

Beispiel:

  • Mit Achtsamkeit die Wahrnehmung der Atmung trainieren oder von noch angespannten Körperregionen und von denen, die sich bereits entspannen können.
  • Achtsames Wahrnehmen von Gefühlen, wann sie auftreten, was sie im Körper auslösen, wo sie sich bemerkbar machen. Einen liebevollen Umgang mit seinen Gefühlen oder Anspannungen, anstatt sie als nicht zu sich gehörend abzutun. Dadurch werden sie nämlich nicht besser. Auch das ist Achtsamkeit.

 

Alltägliche Achtsamkeit

Man kann sagen: In der Achtsamkeit ist man sein eigener, liebevoller Beobachter. Die Achtsamkeit ist wie der große Bruder oder die große Schwester, die auf das kleinere Geschwisterkind aufpassen und es darauf aufmerksam machen, wenn etwas anders ist.

Frühstücken Sie schnell um kurz Energie für den Tag zu tanken, bereits mit einem Ohr am Telefon, einem Coffee to Go, oder gar nicht?
Oder wie ist es mit Abendbrot? Genießen Sie es oder läuft dabei der Fernseher?
Laufen Sie abgehetzt und hektisch durch die Stadt, schauen nicht nach rechts und links, gelangen völlig außer Atem an ihrem Zielort an?
Oder fahren Sie unkonzentriert, weil Sie anderes im Kopf haben?

Wenn uns diese Dinge bewusst werden, können wir sie ändern.
Achtsamkeit ist demnach zum einen Bewusstwerdung und zum anderen aktiv bewusstes Erleben und Leben.

Bewegen Sie sich in Achtsamkeit durch die Stadt – Probieren Sie es mal mit Gemütlichkeit!
Lassen Sie sich nicht ärgern, wenn Sie auf etwas oder jemanden warten müssen, sondern erleben Sie einen weiteren Augenblick in Achtsamkeit mit Ihrem Umfeld.
Nehmen Sie sich die Zeit, beim Laufen die frische Luft zu atmen, sich und ihre Umgebung zu genießen.

Haben Sie schon einmal mit Achtsamkeit gefrühstückt? Es ist eben nicht nur den Hunger stillen und den Körper mit dem versorgen, was er braucht, sondern gibt dem Tag auch eine Grundlage auf Gefühlsebene.

Bei mir haben Sie die Möglichkeit, zu erlernen auf mehr Achtsamkeit für sich selbst zu achten.

 

Katharina Bloom
Heilpraktikerin für Psychotherapie